Was bricht das Fasten?
Während des Ramadan verzichten Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und weitere Handlungen, die das Fasten ungültig machen. Wer fastet, sollte wissen, welche Dinge das Fasten brechen und welche nicht.
Zu den Handlungen, die das Fasten brechen, gehören:
- Absichtliches Essen oder Trinken
- Geschlechtsverkehr während der Fastenzeit
- Absichtliches Herbeiführen von Erbrechen
- Das bewusste Zuführen von Nahrung oder Flüssigkeit in den Körper
Wer absichtlich eine dieser Handlungen begeht, bricht sein Fasten und muss den Fastentag nachholen. Je nach Handlung können weitere religiöse Pflichten hinzukommen.
Nicht gebrochen wird das Fasten durch:
- Vergessentliches Essen oder Trinken
- Unabsichtliches Erbrechen
- Duschen oder Schwimmen, solange kein Wasser absichtlich geschluckt wird
- Zähneputzen mit Vorsicht, sodass nichts verschluckt wird
- Die Einnahme von medizinischen Behandlungen, bei denen nach islamischer Rechtsauffassung keine Nahrungsaufnahme erfolgt (hierzu gibt es teilweise unterschiedliche Gelehrtenmeinungen)
Der Prophet Muhammad ﷺ sagte:
„Wer aus Vergesslichkeit isst oder trinkt, während er fastet, der soll sein Fasten fortsetzen, denn Allah hat ihn gespeist und ihm zu trinken gegeben.“
(Überliefert bei al-Bukhari und Muslim)
Das Fasten im Ramadan bedeutet nicht nur den Verzicht auf Essen und Trinken. Es umfasst auch die Kontrolle von Worten, Taten und Gedanken. Daher sollten Fastende darauf achten, sich von Sünden, Streit und schlechtem Verhalten fernzuhalten, um den spirituellen Nutzen des Fastens vollständig zu erlangen.